«Colours of Peace»

Im Rahmen des Projekts «Colours of Peace» haben sich junge Erwachsene aus dem Nahen Osten teils gemeinsam mit Jugendlichen aus der Schweiz mit Menschenrechts-Themen wie Identität, (Nicht-)Frieden oder Privilegien auseinandergesetzt. Ein Rückblick.  

rs22975_colours_of_peace_2022colours_of_peace_fotos_dscf0785

Dieses Video wird von Youtube zur Verfügung gestellt. Wenn Sie das Video abspielen, akzeptieren Sie die Datenschutzbestimmungen von YouTube.

Erstmalig hat das Kinderdorf Pestalozzi im vergangenen August das Projekt «Colours of Peace» in Trogen durchgeführt, das sich auf unterschiedliche Arten mit den zentralen Themen Identität, Frieden und Menschenrechte auseinandersetzte. Dazu haben rund 40 Jugendliche aus dem Nahen Osten und der Schweiz verschiedene Workshops absolviert – die jedoch alle etwas gemeinsam hatten: Sie waren farbig. Wörtlich wie im übertragenen Sinne.

«In einem der Workshops haben wir uns beispielsweise an einem befreundeten Künstlerkollektiv orientiert und das Spektrum von Nicht-Frieden bis Frieden in den entsprechenden Farben – von grau bis knallbunt – abgebildet», blickt Daniel Zuberbühler, Pädagoge Austauschprojekte der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi und einer der Projektverantwortlichen, zurück. Ziel bei diesem interaktiven und kreativen Kunstprojekt sei es gewesen, sich auf eine künstlerische Ausdrucksweise mit der eigenen Interpretation dieser Dualität auseinanderzusetzen. Dadurch haben die Jugendlichen ihre eigene Realität reflektiert, Muster und eingeprägtes Verhalten dekonstruiert und mit anderen die neu gewonnenen Erkenntnisse diskutiert und schliesslich wieder in ihr Unterwegssein integriert.

Obwohl bei «Colours of Peace» auch der Spass stets im Mittelpunkt stand, sind die Teilnehmer:innen, die in die Rolle von «Agents of Change» schlüpften, dazu angehalten worden, sich über die anspruchsvollen, gesellschaftlichen Herausforderungen in ihren Heimatländern auszutauschen und auf deren Grundlage gemeinsam Zukunftsvisionen zu erarbeiten. Diese haben in einer träumerischen Utopie begonnen und in greifbaren Aktionsplänen resultiert. Greifbar, weil die Pläne nach Abschluss des Projekts, das in Kooperation mit der Stiftung Johannes Paul II und mit finanzieller Unterstützung von Movetia auf die Beine gestellt worden ist, zu Hause umgesetzt wurden. Zuberbühler dazu: «Die jungen Erwachsenen sollen ihr Privileg, hier im Kinderdorf Pestalozzi Erfahrungen sammeln zu können, wahrnehmen und als Multiplikator:innen in die Welt hinaustragen.»