160 Jugendliche zu Besuch im Kinderdorf Pestalozzi

Tue, 07/11/2017 - 08:30 | Remo Schläpfer

Trogen – Gestern sind 160 Jugendliche aus der Schweiz, Moldawien, Serbien, Mazedonien, Russland sowie Bosnien und Herzegowina im appenzellischen Trogen angekommen. Sie nehmen am International Summercamp 2017 im Kinderdorf Pestalozzi teil. Ziel des länderübergreifenden Austauschprojektes ist es, dass die Jugendlichen ihre Vorurteile gegenüber anderen Menschen hinterfragen und ihnen offener begegnen. Das International Summercamp dauert noch bis am 22. Juli 2017.

Die Welt scheint sich immer schneller zu drehen, fremde Kulturen rücken näher zusammen. Wirft man einen Blick in die Schweizer Klassenzimmer, ist dies deutlich zu erkennen. Toleranz, Offenheit und Solidarität sind in unserer Gesellschaft wichtiger denn je. Deshalb bringt die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi Schweizer Jugendliche mit Gleichaltrigen aus Osteuropa zusammen.

Jugendliche erkennen Vielfalt als Chance

Unter professioneller, pädagogischer Anleitung arbeiten die 16- bis 17-Jährigen während zweier Wochen im Kinderdorf an ihren Sozial- und Selbstkompetenzen. Sie üben sich in interkultureller Kommunikation und werden für die Themen Ausgrenzung und Diskriminierung sensibilisiert. Vorurteile und Stereotypen werden durch positive Erlebnisse ersetzt. So erfahren die Kinder gesellschaftliche Vielfalt als Chance und Bereicherung.

Eine Woche, die das Leben verändert

Während beider Wochen leben und arbeiten die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Häusern des Kinderdorfes Pestalozzi. Tagsüber wird in den Räumen des Schulhauses oder bei schönem Wetter draussen mit den Jugendlichen aus der Schweiz, aus Moldawien, Serbien, Mazedonien, Russland sowie Bosnien und Herzegowina gearbeitet. Abends lädt der Jugendtreff mit Billardtisch, Musikzimmer und Bastelraum zum gemütlichen Beisammensein ein oder die Kids treffen sich auf dem Fussball- oder Volleyballfeld. „Ich hatte anfangs schon gewisse Vorurteile gegenüber den anderen. Aber ich habe festgestellt, dass wir viel mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede haben“, fasst eine Schülerin aus Luzern ihre Eindrücke nach dem ersten Tag zusammen.

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