Kinderdorf feiert 35 Jahre Entwicklungszusammenarbeit

Thu, 07/06/2017 - 15:02 | Remo Schläpfer

Trogen – Seit 1982 engagiert sich die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi für benachteiligte Kinder im Ausland. Gestern Abend fanden die Feierlichkeiten anlässlich des 35-Jahr-Jubiläums im Kinderdorf Pestalozzi in Trogen statt. Die Stiftung blickte zusammen mit den geladenen Gästen in die Vergangenheit und Gegenwart ihres Auslandsengagements.

Die Stiftungsratspräsidentin des Kinderdorfes Pestalozzi, Rosmarie Quadranti, eröffnete die gestrigen Feierlichkeiten mit den folgenden Worten: „Heute haben rund 57 Millionen Kinder keinen Zugang zu Bildung. Zu Beginn der 80er-Jahre lag diese Zahl deutlich höher.“ Wie sie weiter ausführte, war die Stiftung damals nur im Kinderdorf Pestalozzi in Trogen tätig. Die Situation vieler Kinder weltweit veranlasste die Stiftung im Jahr 1982 dazu, ihr Engagement auf Projekte im Ausland auszuweiten.

Klare Ausrichtung auf den Zugang zu Bildung

Während es sich anfänglich um Nothilfeprojekte handelte, so fokussierte sich die Stiftung zunehmend darauf, benachteiligten Kindern einen regelmässigen Schulbesuch zu ermöglichen. Ganz im Sinne des Gründers der Stiftung, Walter Robert Corti, konzentriert sich das Engagement in der Gegenwart auf Bildungsprojekte. „Wir sind der Überzeugung, dass Bildung der Schlüssel für eine nachhaltige Entwicklung und eine friedlichere Welt ist“, sagt Quadranti zum Schluss ihrer Rede.

Unterstützung für 170‘000 Kinder, Eltern und Lehrpersonen

Das Auslandsengagement der Stiftung wurde über die Jahre laufend ausgebaut. Das Engagement umfasst heute vier Weltregionen, in denen die Stiftung jeweils in drei Ländern tätig ist. „Diese regionale Ausrichtung ermöglicht einen regen Wissens- und Erfahrungsaustausch“, erklärt Miriam Zampatti, Leiterin der internationalen Programme der Stiftung. Alleine im Jahr 2016 profitierten 170‘000 Kinder sowie deren Eltern und Lehrkräfte von den Projekten der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi.

Viel getan - noch viel zu tun

Auch wenn das Ostschweizer Hilfswerk und viele weitere Akteure in den vergangenen 35 Jahren viel bewirkt haben, so haben nach wie vor Millionen von Kindern keine Möglichkeit, regelmässig in die Schule zu gehen. Insbesondere Mädchen und Kinder aus ethnischen Minderheiten bleibt der Zugang zu Bildung oft verwehrt. Die Notwendigkeit, benachteiligten Kindern durch Bildung den Weg aus der Armut zu ebnen, ist auch in naher Zukunft gross, so das Fazit des gestrigen Anlasses. 

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