Symposium 2019: Der Wert des (Nicht-)Wertens

Schulnoten zwischen Solidarität und Leistungsgesellschaft

Am Samstag, 30. März 2019, findet zum dritten Mal das Symposium für Lehrpersonen, Pädagoginnen und Pädagogen, Mitarbeitende der Jugendarbeit sowie Studierende im Kinderdorf Pestalozzi statt.

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Pädagoginnen und Pädagogen zwischen Bewertung, Wertevermittlung und Selbstreflektion

Noten sind ein Teil unseres Schulsystems und selbstverständlich. Was aber bedeutet es für uns, wenn wir bewertet werden? Was würde passieren, wenn wir die Noten wegdenken? Kann Schule ohne Noten funktionieren? Wie wirkt es sich auf unsere Gesellschaft aus, wenn Kinder unter ständiger Bewertung aufwachsen? Hat in einer Leistungsgesellschaft Solidarität überhaupt noch ihren Platz? Pädagoginnen und Pädagogen stehen im ständigen Dilemma zwischen Schulnoten und der Förderung von Reflektionskompetenzen.

Kann man Kritikfähigkeit und Selbsteinschätzung auch in einem «bewertungsfreien» Umfeld fördern? Inwiefern können Schülerinnen und Schüler bereits selber bewerten, was richtig und gut für sie ist und wer entscheidet über den Massstab? Wie kann man bei einer permanenten äusseren Einschätzung eine gesunde Selbstkritik und Selbstbestätigung entwickeln? Ist das Selbstwertgefühl der Jugendlichen heute vor allem von den Likes auf Instagram und anderen sozialen Plattformen abhängig?

Zu diesen Fragen und Thesen möchten wir mit Ihnen Erkenntnisse und Inputs aus neuropsychologischer und pädagogischer Sicht teilen. In der Podiumsdiskussion werden wir gemeinsam mit einer Befürworterin von Noten, einer Lehrperson mit praktischer Erfahrung im Bereich Unterricht ohne Notengebung und mit drei Jugendlichen diskutieren.

Anschliessend bleibt im World-Café genügend Zeit, persönliche Erfahrungen und Erkenntnisse mit Kolleginnen und Kollegen auszutauschen.

Expertinnen und Experten

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Barbara Studer, Neuropsychologin, Leiterin von Synapso – Fachstelle für Lernen & Gedächtnis, Dozentin an der Universität Bern

Referentin, Teilnehmerin am Podium

Barbara Studer ist Dozentin an der Universität Bern und leitet die Fachstelle für Lernen und Gedächtnis, Synapso. Sowohl in ihren praktischen Tätigkeiten (Workshops, Referate, Abklärungen und Beratungen) als auch in ihren Forschungsprojekten fokussiert sie auf Lern- und Gedächtnisprozesse, deren Unterstützung durch spezielle Aufgaben und Bedingungen sowie der wichtige Einfluss von Emotionen und Motivation.

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Rosmarie Quadranti, Nationalrätin, Bildungspolitikerin

Moderatorin des Podiums

Rosmarie Quadranti war von 2000-2018 Schulpräsidentin von Volketswil und wurde 2011 in den Nationalrat gewählt, wo sie seit ihrer Wiederwahl 2015 Fraktionspräsidentin der BDP ist. Im Parlament ist sie u.a. Mitglied der «Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur». Seit 2015 präsidiert sie den Stiftungsrat der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi und den Verband Kinderbetreuung Schweiz, kibesuisse.

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Judith Kühne Streuli

Teilnehmerin am Podium

Judith Kühne Streuli ist Primarlehrerin und Montessori-Pädagogin. Sie arbeitet als Schulleitungsmitglied und Lernbegleiterin an der SBW Primaria in St.Gallen, einer privaten Tagesschule für 4-13 jährige Kinder mit dem Fokus auf individuellem, ressourcenorientiertem und ganzheitlichem Lernen.

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Esther Probst, Primarlehrerin

Teilnehmerin am Podium

Esther Probst ist seit über 30 Jahren leidenschaftliche Lehrerin. Ihre Arbeit in Unterstufe, Mittelstufe, Heilpädagogik, Logopädie, Begabtenförderung, aber auch Partei- und Berufspolitik auf verschiedenen Ebnen geben ihr einen breiten Einblick ins grosse Themengebiet der Bildung.

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Livia Hutter, Marion Wildermuth und Ludwig Chenevard, Schülerinnen und Schüler der 2. Oberstufe

Teilnehmende am Podium

Programm

Samstag, 30. März 2019

09.00   Kaffee und Gipfeli
09.30   Referat mit Dr. Barbara Studer, Neuropsychologin
10.15   Pause
10.30   Podiumsdiskussion moderiert von Rosmarie Quadranti, Nationalrätin
12.15   Lunch (Apéro riche)
13.30   World-Café
15.00   Abschluss im Plenum
15.30   Fakultative Führung durch das Kinderdorf Pestalozzi

Begleitprogramm für Kinder und Familien

Samstag von 9.00 bis 15.15 Uhr

Freitag, 29. März 2019: Anreise und Kennenlernen (fakultativ)

Eintreffen der Teilnehmenden mit Willkommensapéro um 18.30 Uhr und anschliessendem Abendessen inklusive Übernachtung im Kinderdorf

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Anmeldung

Die Anmeldefrist für das Symposium 2019 ist leider bereits abgelaufen. Falls Sie noch nicht angemeldet sind und doch noch teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte bei Monika Bont (bildung@pestalozzi.ch). Sie entscheidet situativ, ob eine Teilnahme noch möglich ist.

Ihre Kontaktperson

Adresse

Stiftung Kinderdorf Pestalozzi
Kinderdorfstrasse 20
9043 Trogen

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