Modul 1: Begegnung im Kinderdorf

Begegnung und Austausch im Kinderdorf

Die Schülerinnen und Schüler (SuS) kommen nach Trogen ins Kinderdorf Pestalozzi. Zur gleichen Zeit sind hier Kinder und Jugendliche aus anderen Ländern zu Gast. In diesem Setting, gehen wir in die Begegnung mit Gleichaltrigen und lernen dabei, was es bedeutet mit Fremden umzugehen.

Mit diesem Angebot unterstützen wir die Volksschulen im Kanton Appenzell Ausserrhoden dabei, die Diskussion für ein vielfältiges Dorf und einer vielfältigen Gesellschaft aktiv aufzunehmen.

Zielgruppe

Schülerinnen und Schüler ab der Mittelstufe, Lehrpersonen, weitere Fachpersonen

Durchführung

Im Kinderdorf Pestalozzi, Kinderdorfstrasse 20, 9043 Trogen

Dauer

1-5 Tage mit 2 Kurseinheiten pro Tag à 3h

Inhalte

Internationale Kinder- und Jugendbegegnung; Umgang Begegnung mit gesellschaftlicher Vielfalt (transkulturelle Vielfalt)

Methoden

Kinderzentrierte Erlebnispädagogik; partizipativer Bildungsansatz

Ziele

Kritische und reflektierte Selbstbestimmung; Förderung von Solidarität; insbesondere Umgang mit Würde, Werten, Vorurteilen und Stereotypen

Preis

  • Kurseinheit: CHF 350.-/Klasse bzw. bei Gesamtschule verhandelbar
  • Kosten Vollpension CHF 25.50/Person
  • Kosten Mittagessen CHF 11/Person
  • Logis CHF 12/Person

Es ist auch möglich, das Angebot ohne Kost und Logis zu buchen.

Kurzbeschrieb

Je nachdem wie viele Schulklasse involviert sind, werden entsprechend viele Pädagoginnen und Pädagogen mit den Lehrpersonen eine Begegnung im Kinderdorf vorbereiten und durchführen. Beim Kick-off wird das Lehrerteam und die SuS über die Zusammenarbeit und deren Aufgaben informiert. Die Schulen entscheiden über den Projektaufwand mit.

Das Projekt dient der Schule aus ihrem Blickwinkel das Thema Integration und Vielfalt zu erleben. In der Begegnung mit unseren Gästen aus dem Ausland, erfahren die SuS was es bedeutet nicht immer verstanden zu werden oder auf alternative Kommunikationsmittel zurück zu greifen.

Wenn es die Kinder in der Begegnung und im Spiel schaffen aufeinander zuzugehen und gemeinsam ein Ziel zu erreichen, nehmen sie ein positives Erlebnis im Umgang mit dem Fremden mit für ihren weiteren Lebensalltag.

Nicht nur die Kinder werden davon profitieren. Die Lehrpersonen werden die Begegnung begleiten und unterstützt von den Pädagoginnen vom Kinderdorf Pestalozzi. Sie dürfen sich auf eine spannende Rolle als Beobachterin und Beobachter freuen.

Wenn Sie sich für das Projekt interessieren, sagen Sie ja zu

  • einer offenen Gesellschaft, in der Vielfalt als Bereicherung wahrgenommen wird, auf der Grundlage eines Menschenbildes, das die Würde des Menschen ins Zentrum stellt;
  • einer verantwortungsvollen Gesellschaft, in der Gleichbehandlung und gelebte Solidarität eine Selbstverständlichkeit ist;
  • einer chancengerechteren Gesellschaft, in der allen Gruppen der Bevölkerung der Zugang zu gesellschaftlichen Lebensbereichen und Institutionen offen ist, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Alter, sozioökonomischem und kulturellem Milieu.

Projektdesign

Kick-off

  • Rollenklärung: Wie begleiten Sie als Lehrperson die Kinder während den Projekttagen/der Projektwoche in der Vorbereitung und der Durchführung?
  • Welche Inhalte aus dem Schulalltag sind nützlich für die Lernerfahrung/Begegnung im Kinderdorf? Welche Methoden werden von den Kursleiterinnen und Kursleitern im Kinderdorf angewendet?
  • Aufgabenklärung: Welche Vorbereitungen trifft das Lehrerteam und welche das Team vom Kinderdorf Pestalozzi?
  • Projektverlauf: Welche Aufgaben müssen bis zu welchem Zeitpunkt erledigt sein?
  • Erwartungen: Werden beim Lehrerteam abgeholt und wenn möglich im Projektverlauf gemeinsam erreicht

Gerne kommen wir im Vorfeld der Projektdurchführung mit einer Delegation von der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi zu ihnen an die Schule und gestalten ein Programm für einen halben Tag. Dabei sollen auch die Kinder einen ersten Einblick in das Projekt «Vielfalt als Chance» erhalten. Wenn möglich wenden wir eine Methode an welche das Thema der interkulturellen Kommunikation aufgreift und machen die Schülerinnen und Schüler neugierig auf das Projekt.

Vorbereitungsphase

  • Kommunikation: Wer muss alles informiert werden? Was sagen die Eltern zu dieser Begegnung? Was brauchen die SuS mitzunehmen?
  • Kann man mit den Kindern aus dem Ausland schon im Vorfeld in Kontakt treten? Kann man sich im Vorfeld über die andere Gruppe informieren?
  • Schulinterne Ziele klären: Gibt es Jahresziele welche sich mit dem Angebot "Vielfalt als Chance" verknüpfen lassen? Gibt es konkrete Ziele welche durch das Angebot erreicht werden können?

Nach dem Kick-off muss sich die Schule selber organisieren und weitere Entscheide treffen. Dabei werden Sie vom Projektleiter Adrian Strazza unterstützt und beraten. Es ist eine Orientierungs- und Findungsphase und das Schulhausteam wird realisieren, welche Aufgaben mehr oder weniger Aufwand ergeben.

Durchführungsphase

  • Alle involvieren: Wie wird die Projektwoche organisiert, damit alle Kinder die Chance haben, möglichst bei der Begegnung im Kinderdorf teilzunehmen?
  • Vielfalt und Integration sichtbar machen: Wie wird sichergestellt, dass möglichst viele verschiedene Gemeinsamkeiten und Unterschiede sichtbar werden?
  • Kinder zu Botschaftern empowern: Wie können die Kinder sensibilisiert werden, dass es wichtig ist über Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu diskutieren?
  • Projektziele erreichen: Welche Ergebnisse wollen wir aus dem Projekt herbeiführen?

Nach der Begegnung haben die SuS viel zu berichten und erzählen über ihre individuellen Erlebnisse. Wer hört ihnen dann zu? Kann man die Erfahrungen konservieren und zu einem späteren Zeitpunkt präsentieren? Wer dokumentiert die Begegnung?

Abschlussphase

  • Dokumentation: Wie wird das Projekt dokumentiert, was soll bleiben?
  • Rückmeldungen: Wie sollen sich die Beteiligten zum Projekt äussern können und wichtige Inputs für Folgeprojekte liefern? Welche Erkenntnisse aus der Begegnung lassen sich im Schulalltag integrieren oder werden für die Kinder als nützlich und relevant anerkannt?
  • Evaluation: Wie soll das Projekt abgeschlossen werden oder ist es ein Teilprojekt?

Mit etwas Abstand schaut das Projektteam auf das Projekt zurück und bewertet die Ergebnisse und zieht die Lehren daraus. Gibt es vielleicht Folgeprojekte welche die Schülerinnen und Schüler weiterverfolgen möchten? Eine besondere Begegnung im Dorf welche weiter gepflegt wird? Welche Unbekannte/Fremde kann man im Dorf in der Schule oder in der eigenen Klasse entdecken?

Abschluss mit dem Lehrerteam

Gerne kommen wir nach der Projektdurchführung zu ihnen an die Schule und erfahren welche Ziele erreicht wurden und welche Chancen das Angebot noch bietet.

Musterbudget

Projektwoche mit 1 Schulklasse und 9 Halbtagen sowie 1 PädagogIn vom Kinderdorf

Kurskosten (CHF 350.-/Halbtag/Gruppe)  

3'150.-

Kost und Logis (20 + 2 Personen à 37.50 pro Tag) 4 Tage 

3'300.-

1 Kick-off, pauschal 

500.-

Total Projektkosten

6'950.-

Projektkosten pro Kind für die Projektwoche

270.45

50% Kostenbeteiligung Kanton AR

3'475.-

50% Kostenbeteiligung der Schule

3'475.-

Anmeldung

Die Anmeldung erfolgt über die Abteilung Volksschule. Interessierte Lehrpersonen senden bitte das folgende Dokument ausgefüllt an Anna-Tina Steiner (anna-tina.steiner@ar.ch).

Ihre Kontaktperson

adrian_strazza_-_stiftung_kinderdorf_pestalozzi.jpg
«Ich freue mich, gemeinsam mit Ihnen einen Beitrag zu einer friedlicheren Welt leisten zu können.»

Adrian Strazza
Pädagoge Radioprojekte
Projektleiter Vielfalt als Chance

a.strazza@pestalozzi.ch
+41 71 343 74 10

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