Das Kinderdorf Pestalozzi feiert 2026 sein 80-jähriges Bestehen. Am Gründungstag, dem 28. April, nahmen zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit am Jubiläumsanlass in Trogen teil und würdigten acht Jahrzehnte Engagement für Bildung, Kinderrechte und ein friedliches Zusammenleben.
Die Feier begann mit der offiziellen Begrüssung durch Stiftungsratspräsidentin Rosmarie Quadranti sowie Ständerat Andrea Caroni. Anschliessend folgte eine Podiumsdiskussion unter der Moderation von Sonja Hasler, in der die Entwicklung des Kinderdorfs sowie aktuelle Herausforderungen beleuchtet wurden.
Zwischen Bewahren und Weiterdenken
Als Highlight der Veranstaltung stand die Wiedereröffnung der drei historischen Gründerhäuser Les Hirondelles, Lalibela und Pinocchio im Zentrum. Die umfassend renovierten Gebäude wurden im Beisein der Gäste feierlich eingeweiht. Möglich wurde die Erneuerung dank der grosszügigen Unterstützung der Thomas & Doris Ammann Stiftung.
Die architektonische Umsetzung folgt dem Prinzip des Bewahrens und Weiterdenkens: Die historische Bausubstanz blieb weitgehend erhalten, ergänzt durch neue Elemente wie Schindelfassaden aus Appenzeller Fichtenholz. Im Innern bleiben Nutzungsspuren, alte Holzwände und Kritzeleien als sichtbare Zeugnisse der Geschichte erhalten.
Kinderzeichnungen als Zeitzeugen
Im Anschluss wurde die Ausstellung mit Kinderzeichnungen aus dem Archiv des Kinderdorfs eröffnet. Kuratiert wird sie von Georg Frei, Lisa Boos, Olga Nazarova von der Thomas & Doris Ammann Stiftung sowie Jeanette Badura von der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi.
Die Ausstellung ermöglicht einen eindrücklichen Einblick in die Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen seit 1946 und macht die Entwicklung des Kinderdorfs auf persönliche Weise sichtbar. Beim anschliessenden Apéro riche nutzten die Gäste die Gelegenheit zum Austausch und zur Begegnung.
«D’Stobe isch wieder parat» bleibt dabei mehr als ein historischer Satz – es ist ein Versprechen für die Zukunft.»