Tag der
Demokratie
Kinderdorf Pestalozzi Tag der Demokratie powerup_radio Radio
PowerUp Radio

Demokratie beginnt nicht erst an der Urne

An der Primarschule Heiden wird Demokratie nicht nur erklärt, sondern vorgelebt. Schon ab der ersten Stufe lernen die Kinder, ihre Bedürfnisse einzubringen und Entscheidungen mitzugestalten – im Klassenrat, im Kinderparlament und im Ideenbüro. Am Tag der Demokratie gehen die Kinder mit ihren eigenen Stimmen sogar auf Sendung und tragen ihre Fragen bis in den Regierungsrat. 

Mikrofone, Kopfhörer, Stimmengewirr: Auf dem Pausenplatz der Primarschule Heiden steht der Radiobus des powerup_radios. Von hier aus geht es am Tag der Demokratie live durch die Schweiz. Kinder aus Heiden übernehmen das Mikrofon und berichten, wie sie Demokratie an ihrer Schule erleben.

Demokratie klingt zuerst einmal nach Parlamenten, Abstimmungen und Wahlen. Nach Politik also. Aber Demokratie kann auch ganz anders anfangen: auf dem Pausenplatz, im Klassenzimmer oder bei der Frage, wer eigentlich mitreden und -bestimmen darf. Genau damit beschäftigen sich die Schüler*innen der Primarschule Heiden.

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«Demokratie heisst für mich Freiheit: Darüber zu entscheiden, was du machst, was du willst und dabei niemand über deinen Kopf hinweg bestimmt.»

Emiliano, Schüler Primarschule Heiden

Für Emiliano, 12 Jahre alt, bedeutet Demokratie vor allem Freiheit. Die Freiheit, seine Meinung sagen zu dürfen, mitzuentscheiden oder in einer Gemeinschaft Lösungen für unterschiedliche Bedürfnisse zu finden zu finden. Doch was genau steckt eigentlich hinter dem Begriff Demokratie? Die Schüler*innen der 3. und 4. Klasse liefern zu Beginn der Live-Sendung die Antwort.

Der Tag der Demokratie bietet jedes Jahr die Gelegenheit, sich genau damit auseinanderzusetzen. Dabei geht es nicht nur um die grossen politischen Entscheidungen, sondern auch um die Frage, wie demokratisches Zusammenleben im eigenen Alltag funktioniert. In der Schweiz wird der Tag der Demokratie vom Campus Demokratie koordiniert. Das powerup_radio war am Tag der Demokratie stets mit Vertreter*innen der Organisation in Kontakt, die verschiedenste Initiativen in der Schweiz besuchten. Welche genau, erklärte Leandra vom Campus direkt in der Livesendung:

Für die Kinder wird Demokratie dort konkret, wo sie selbst mitreden können. Sie lernen, ihre eigene Meinung einzubringen, anderen zuzuhören und gemeinsam Lösungen zu finden. An der Primarschule Heiden haben die Lehrpersonen dafür verschiedene Gefässe geschaffen: Im Klassenrat, im Kinderparlament und im Ideenbüro können die Schüler*innen ihre Anliegen, Probleme und Bedürfnisse einbringen und Entscheidungen mitgestalten. Doch wie sieht das konkret aus?

Im Klassenrat besprechen die Kinder, was ihre eigene Klasse betrifft, und entscheiden gemeinsam. Geht es um ein Anliegen für die ganze Schule, können sie es ins Ideenbüro geben. Dort werden Vorschläge gesammelt und möglichst umgesetzt. Im Kinderparlament vertreten jeweils zwei Kinder aus jeder Klasse ihre Mitschüler*innen. Dort werden schulweite Themen und Probleme besprochen und gemeinsam nach Lösungen gesucht.

Maria aus der sechsten Klasse verbindet Demokratie vor allem mit Mitbestimmung und dem Gefühl, dass niemand übergangen wird: 

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«Demokratie bedeutet für mich, dass alle das Recht auf Mitbestimmung haben und dass alle gleichermassen beachtet werden.»

Maria, Schülerin Primarschule Heiden

Mit dem powerup_radio lernen Kinder und Jugendliche, ihrer Stimme verantwortungsvoll und konstruktiv Gehör zu geben: Sie moderieren, führen Interviews und erzählen aus ihrer eigenen Perspektive, was sie beschäftigt. Auch in Heiden wird der Radiobus zum mobilen Studio.

So bekommen die Themen, die die Kinder in ihrer Schule beschäftigen, auch ausserhalb des Schulhauses eine Stimme. Und am Tag der Demokratie geht die Stimme der Kinder noch einen Schritt weiter: Sie tragen ihre Fragen bis in die Politik.

Die Kinder von Heiden dürfen zwar noch nicht wählen, aber sie können schon heute mitreden, Fragen stellen, Bedürfnisse platzieren und ihre Meinung vertreten. Sie tun das im Klassenrat, im Kinderparlament, im Ideenbüro und am Tag der Demokratie live im Radio. Genau deshalb beginnt Demokratie nicht erst mit dem Wahlzettel, sondern viel früher: Wenn ein Kind frühzeitig darin bestärkt wird, seine Meinung zu sagen. Und wenn Erwachsene bereit sind, zuzuhören – nicht nur im Radio.

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