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Gruppenbild mit Teilnehmenden an einem Workshop organisiert vom Kinderdorf Pestalozzi in Trogen.
Projekte weltweit

Gemeinsam eine klimaresiliente Bildung gestalten

Wie können Schulen Kinder und Gemeinschaften besser auf die zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels vorbereiten? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines von der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi (SKP) in Äthiopien organisierten nationalen Workshops, bei dem wichtige Akteure aus den Bereichen Bildung, Umwelt und Zivilgesellschaft zusammenkamen, um die Einbindung der Klimawandelbildung in das Bildungssystem des Landes zu stärken.

Der Workshop mit dem Titel «Stärkung und Umsetzung der Integration von Klimawandelbildung in das Bildungssystem» versammelte insgesamt 26 Teilnehmende aus dem Bundesbildungsministerium, dem Bildungsamt von Addis Abeba, der Umweltschutzbehörde, der Behörde für zivilgesellschaftliche Organisationen (ACSO), Schulen und Partnerorganisationen der SKP, um Erfahrungen auszutauschen, Herausforderungen zu diskutieren und konkrete Wege für eine klimaresiliente Bildung zu erarbeiten.

Jemand hält einen Vortrag organisiert vom Kinderdorf Pestalozzi in Trogen

Der Klimawandel wirkt sich bereits auf die Bildung aus

Zur Eröffnung des Workshops hob Abebe Demisu, SKP-Länderbeauftragter, hervor, wie klimabedingte Gefahren wie Überschwemmungen, Dürren und Erdrutsche den Zugang von Kindern zu Bildung zunehmend beeinträchtigen. Beschädigte Schulinfrastruktur, unterbrochene Schulkalender und wachsende Ungleichheiten setzen gefährdete Kinder weiterhin einem grösseren Risiko aus. Er betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen staatlichen Institutionen, Schulen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Entwicklungspartnern, um die Resilienz innerhalb des Bildungssystems zu stärken.

Als Vertreter des Bundesbildungsministeriums würdigte Nigatu Abebe den langjährigen Beitrag der SKP zu inklusiver und qualitativ hochwertiger Bildung in Addis Abeba, der Region Amhara und der Region Südäthiopien. Er wies zudem darauf hin, dass die Arbeit der SKP im Bereich Klimawandelbildung und Initiativen für grüne Schulen die Vision des Ministeriums, zukunftsorientierte und resiliente Schulen aufzubauen, nachdrücklich unterstützt.

 

Drei Personen sitzen an einem Tisch.

Wissensaustausch und praktische Erfahrungen

Der Workshop verband fachliches Know-how mit praktischen Beispielen aus der Praxis. Endashaw Mogessie, Geschäftsführer des Konsortiums für Bevölkerung, Gesundheit und Umwelt, gab einen Überblick über zentrale Konzepte des Klimawandels, die Entwicklung der globalen Klimapolitik und die Auswirkungen des Klimawandels auf verschiedene Sektoren, darunter auch das Bildungswesen. In seinem Vortrag hob er zudem relevante nationale und internationale politische Rahmenbedingungen sowie die wichtige Rolle hervor, die Schulen bei der Stärkung des Umweltbewusstseins und der Resilienz spielen können.

Die Teilnehmenden erfuhren zudem mehr über die von der SKP unterstützten Innovationsprojekte, die von Demelash Teshome, ECD-Projektmanager, vorgestellt wurden. Die Sitzung präsentierte schul- und gemeindebasierte Initiativen, die ökologische Nachhaltigkeit, Klimabildung und die aktive Beteiligung der Schüler fördern. Ein kurzes Video veranschaulichte, wie diese Ansätze bereits positive Veränderungen auf lokaler Ebene bewirken.

Leute sitzen an einem Tisch bei einer Gruppendiskussion.

Von der Diskussion zum Handeln

Während des gesamten Workshops führten die Teilnehmenden Gruppendiskussionen zu Themen wie Lehrplanintegration, Lehrerfortbildung, Herausforderungen bei der Umsetzung auf Schulebene, politische Lücken und nachhaltige Finanzierung. Der Austausch unterstrich das gemeinsame Verständnis, dass Klimabildung zu einem stärkeren und praxisorientierteren Bestandteil des äthiopischen Bildungssystems werden muss.

Die Teilnehmenden betonten die Notwendigkeit klimafreundlicherer Lehrpläne, einer verbesserten Lehrerfortbildung, widerstandsfähigerer Schulumgebungen und nachhaltiger Finanzierungsmechanismen für eine langfristige Umsetzung. In seiner Ansprache lobte Siraje Abdulshkur, 

Geschäftsführer von ACSO, die anhaltenden Bemühungen der SKP zur Verbesserung der Bildungsqualität für benachteiligte Kinder und würdigte den Beitrag der Organisation zur Förderung klimaresilienter Lernumgebungen.

Der Workshop endete mit einer Abschlussrede des Bildungsamtes von Addis Abeba, in der alle Beteiligten dazu ermutigt wurden, die Empfehlungen des Workshops in konkrete Massnahmen umzusetzen und weiterhin gemeinsam daran zu arbeiten, die Klimabildung in ganz Äthiopien zu stärken.

Ein gemeinsames Engagement

Der Workshop bekräftigte das gemeinsame Engagement von staatlichen Institutionen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Entwicklungspartnern, Schulen und Gemeinden mit dem Wissen, den Fähigkeiten und der Widerstandsfähigkeit auszustatten, die erforderlich sind, um den zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels zu begegnen.

Durch die Stärkung der Klimawandelbildung heute tragen die Akteure dazu bei, widerstandsfähigere Schulen und bessere Chancen für künftige Generationen zu schaffen.

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