Kinderschutz
Kinderschutz in Mosambik
Projekte weltweit

Bedeutender Fortschritt bei der Stärkung des Kinderschutzes

Der nationale sektorübergreifende Mechanismus zum Schutz von Kindern vor Gewalt im schulischen Umfeld stärkt den Kinderschutz an Schulen durch koordinierte Massnahmen verschiedener staatlicher und zivilgesellschaftlicher Akteur*innen.

Das Netzwerk Bildung für alle (MEPT) – ein Zusammenschluss von nationalen, internationalen und multi-lateralen Akteur*innen im Bildungsbereich in Mosambik – und unsere lokale Partnerorganisation Zentrum für Lernen und Kapazitätsaufbau der Zivilgesellschaft (CESC) entwickelten den Mechanismus 2019 gemeinsam mit UNICEF und brachten ihn beim Ministerium für Bildung und menschliche Entwicklung (MINEDH) ein, das ihn 2020 offiziell einführte. Die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi (SKP) ist bestrebt, ihn flächendeckend in allen drei Projekten in Mozambik umzusetzen.

Kinderschutz

So auch an den von CESC unterstützten Schulen. Dort erhielten Schulleitungen, Lehrkräfte und weitere Bildungsakteur*innen Schulungen zu Melde- und Weiterleitungsverfahren sowie zum Umgang mit identifizierten Fällen. 

Schüler*innen, Eltern und Gemeinschaften lernten an Sensibilisierungsveranstaltungen, was Gewalt ausmacht und wie Fälle sicher gemeldet werden können. Gleichzeitig richteten die Schulen klare Weiterleitungswege ein und stärkten die Zusammenarbeit mit Polizei, Gesundheitsdiensten und Akteur*innen des Sozialschutzes.

Obwohl die Melderaten aktuell noch überschaubar sind, weisen Feldbeobachtungen und lokale Monitoringberichte auf mehrere positive Ergebnisse hin: 

  • Das Bewusstsein bei Lernenden, Lehrkräften und Familien für verschiedene Formen von Gewalt und dafür, wie Hilfe gesucht werden kann, hat zugenommen. 
  • Die Koordination zwischen Schulen, Stadtbezirken und Kinderschutzdiensten hat sich verbessert und führt zu klareren Verfahren sowie schnelleren Reaktionen bei auftretenden Fällen.
  • Akteur*innen im schulischen Umfeld zeigen zudem mehr Vertrauen darin, Verdachtsfälle zu melden und weiterzuleiten, da ihre Kapazitäten gestärkt wurden und klarere Leitlinien bestehen.
  • Gleichzeitig engagieren sich Eltern und lokale Gemeinschaften stärker für sichere Lernumgebungen. Insgesamt stellt die Einführung und Nutzung des Mechanismus einen bedeutenden Fortschritt bei der Stärkung des Kinderschutzes in Schulen dar. Durch koordiniertes institutionelles und gemeinschaftliches Engagement trägt er dazu bei, sicherere Lernumgebungen für Kinder zu schaffen.
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