Kinderzentrierte
Ansätze
Kinderzentrierte Ansätze in Serbien
Projekte weltweit

Durch gezielte Lernförderung Bildungschancen verbessern

Seit sechs Jahren arbeiten wir gemeinsam mit unserer lokalen Partnerorganisation Center for Interactive Pedagogy in Serbien gezielt daran, die Segregation von Roma-Kindern zu verhindern und abzubauen.

Im Mittelpunkt unseres Engagements steht die Zusammenarbeit zwischen segregierten Schulen und den umliegenden Schulen. Gleichzeitig setzen wir uns dafür ein, nationale und lokale Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass alle Kinder fair und inklusiv eingeschult werden können. Das Projekt stärkt gezielt die Bildungsqualität und die individuelle Förderung von Kindern in segregierten Schulen.

2025 führten wir die Aktivitäten zur Förderung benachteiligter Kinder konsequent fort. Ein zentrales Element war dabei die unterstützende Nachhilfe für besonders gefährdete Schüler*innen an sechs segregierten Schulen in Prokuplje, Požarevac, Šabac, Vršac, Batajnica und Smederevo. 

Insgesamt begleiteten 12 Tutor*innen 138 Mädchen und 134 Jungen regelmässig beim Lernen. In wöchentlichen Workshops unterstützten sie die Kinder bei Hausaufgaben, Lernstrategien und der Prüfungsvorbereitung. Kreative Workshops, kulturelle Veranstaltungen und die Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Identität stärkten zusätzlich Selbstvertrauen, Motivation und soziale Kompetenzen.

Als Ergebnis der individuellen Unterstützung stellten die pädagogischen Fachkräfte bei den Kindern eine Verbesserung der Kommunikationsfähigkeiten, gestärkte Lese- und Rechenkompetenzen, bessere schulische Leistungen, eine intensivere soziale Interaktion sowie ein gesteigertes Selbstwertgefühl und mehr Selbstvertrauen im Unterricht fest.

Profil: Argine Nahapetyan

«Durch gezielte Lernförderung, aktive Beteiligung und eine stärkere Berücksichtigung der Bedürfnisse der Kinder trägt das Projekt dazu bei, Bildungs- und Entwicklungschancen für besonders benachteiligte Schüler*innen nachhaltig zu verbessern.»

Argine Nahapetyan, Programmverantwortliche Südosteuropa

Parallel dazu stärkte das Projekt die kindzentrierte Schulentwicklung. Fachkräfte aus 19 Schulen erhielten Trainings und Mentoring zu Themen wie sozioemotionalem Lernen, inklusiver Bildung, interkulturellem Austausch und Elternarbeit, damit Schulen besser auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen können.

Auch die Beteiligung von Kindern wurde gestärkt: In Workshops der Schülerparlamente entwickelten 218 Schüler*innen Ideen zur Verbesserung ihrer Schulen, diskutierten ihr Lernumfeld und planten Initiativen wie kreative Workshops oder projektbasiertes Lernen.

Das Programm wird von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA, Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA, unterstützt.

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